VERBUNDENE UNTERNEHMEN
PHILOSOPHIE

EIKON versteht sich in der deutschsprachigen Medienlandschaft als Vermittlerin der christlichen Botschaft, als Stimme der Schwachen, als Fenster nach Osteuropa und in die Dritte Welt sowie als Chance für Kreative auf Freiraum in Verantwortung. Was wir anfangen, soll sich schon rechnen, aber der Markt ist nicht unser Herr.

EIKON operiert in den existierenden Gesellschaften, Systemen und Verhältnissen in dem Bewußtsein, dass evangelische Publizistik, Filme und das Fernsehen allein die Welt nicht besser machen. Wir werden nicht einmal das Fernsehen selbst in toto besser machen. Aber wir werden immer wieder dazu beitragen, positive Ansätze durch die Förderung von Qualität und das Schaffen von Öffentlichkeit zu unterstützen. Dazu dienen künstlerische Werke, journalistische Arbeiten, Programm-Entwicklungen und Produktionen in allen gängigen und künftig entstehenden Formaten und Genres. Die drei Kreise, in denen wir übergreifend entwickeln und produzieren, sind Unterhaltung, Bildung und Verkündigung.

Der Anspruch an unsere Mitarbeiter/innen und uns selbst ist von Professionalität und Qualität geprägt. Das schließt Lernprozesse ein, die gelegentlich auch aus Fehlern erwachsen. Wir werden darin unterstützt von sachkundigen und sehr engagierten Vertretern unserer Gesellschafter, der evangelischen Landeskirchen und Werke, sowie durch fördernde Maßnahmen der EKD. Unsere Verpflichtung gegenüber denen, die unsere Arbeit tragen und sichern, ist dabei identisch mit unserer so empfundenen Verpflichtung gegenüber allen Menschen, die unsere Produktionen wahrnehmen.

GESCHICHTE
EIKON geht 1960 aus der evangelisch-kirchlich organisierten Filmvertriebs-Gesellschaft Matthias-Film in Stuttgart hervor. Der nichtgewerbliche Verleih von pädagogisch nutzbaren Filmen soll um die eigene Produktion von Filmen und Sendungen für Schule, Kino und Fernsehen erweitert werden. So will es der berühmte Robert Geisendörfer, damals energischer Vorreiter der evangelischen Publizistik. In der damaligen Medien-Hauptstadt München angesiedelt, wächst die EIKON binnen kurzem zu einer selbständigen, kraftvollen und renommierten Adresse heran. Sie zieht talentierte Journalisten und Künstler an. Männer und Frauen. EIKON ist erfolgreich beteiligt an der Entwicklung von Kinderprogrammen, kirchlich geprägten Sendereihen, anspruchsvollen Unterhaltungs-Serien und Spielfilmen - hauptsächlich im Auftrag des ZDF. EIKON-Filme gewinnen die wichtigsten Auszeichnungen von Geisendörfer-Preis und Grimme-Preis bis zum Filmband in Gold.

Mit dem Start der privatwirtschaftlich organisierten Fernsehveranstalter RTL und SAT 1 1983 ist der Beginn einer Krise der EIKON verbunden, die zehn Jahre dauern soll und schließlich zu Umbruch und Neuanfang führt. EIKON hat sich als treue Partnerin des öffentlich-rechtlichen ZDF und folgsame Hüterin evangelisch-publizistischer Grundsätze jahrelang selbst verboten, gegenüber den Privaten als Auftragspartner für Fernsehproduktionen nach deren Gusto aufzutreten. Nach der politischen Wende in Deutschland ab 1989 versäumt sie außerdem, sich den neuen ARD-Sendern in Ostdeutschland sofort als interessierte und hilfreiche Partnerin anzubieten. Zusammen mit einem strukturell bedingten Rückgang von ZDF-Aufträgen sorgen diese eigenen Versäumnisse zu einer publizistischen, besonders aber wirtschaftlichen Schieflage der EIKON.Auch um Versäumtes nachzuholen und politisch ein positives Signal zu setzen, wird 1992 ein Relaunch beschlossen. Die EIKON zieht von München in die Neuen Bundesländer - in die ehemaligen DEFA-Filmstudios der DDR nach Potsdam Babelsberg, die gerade von französischen Investoren dem deutschen Regie-Weltstar Volker Schlöndorff zur Sanierung übergeben werden.

1993 beginnt die Neuzeit der EIKON im vereinigten Deutschland an hervorgehobener Stelle.Reputation wird zurückgewonnen, die Auftragslage verbessert und in Wachstum wird wieder investiert. 1995 erwirbt EIKON die Mehrheit der Anteile an STUDIO-TV-FILM, einer hauptsächlich mit der Produktion von ZDF-Kindersendungen beschäftigten Firma. Berühmte, beliebte und vielfach preisgekrönte Serien sind „Löwenzahn" mit Peter Lustig sowie „Siebenstein" mit dem Raben Rudi.EIKON ist mit einem Schlag wieder im Segment Kinderfernsehen präsent.

Die Entwicklung und Produktion von Fernsehspielen, neudeutsch „TV-Movies",erlebt zum Ausklang des vergangenen Jahrhunderts ihren vorläufigen Höhepunkt mit der vierteiligen Literaturverfilmung „Jahrestage". Unter der Regie von Margarethe von Trotta für die ARD realisiert, wird erstmalig eine EIKON-Produktion für den internationalen Emmy-Award in New York nominiert.

Zur selben Zeit führt 1999 eine Empfehlung für den publizistischen Gesamtplan der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) dazu, daß die EIKON und etliche regionale evangelisch-kirchliche Fernsehproduktionsstätten in einer Holding unter Führung der EIKON zusammengeführt werden.

Fünf EIKON-Töchter entstehen im deutschen Norden, Osten, Süden, Südwesten und Westen. Außerdem werden gesellschaftsrechtliche Verbindungen zur katholischen Medienszene und zu gewerblichen Töchtern von ARD und ZDF geknüpft. Bei STUDIO-TV-FILM steigt ZDF-Enterprises als Partner ein, an der KINDERFILM beteiligen sich außerdem die TELLUX-Holding und die MDR-Tochter DREFA. EIKON und TELLUX gründen eine gemeinsame Firma CROSS MEDIA in Halle/Saale und produzieren erstmals gemeinsam eine Unterhaltungsserie für das ZDF. Sie sind außerdem am Satellitensender BIBEL-TV beteiligt und verwalten ihre Anteile dort gemeinsam. Zur Verstärkung der Programmgruppe Dokumentarfilm und TV-Dokumentation werden schließlich Potential und Personal der renommierten Firma „Filmvergnügen" in die Aktivitäten der EIKON übernommen.

Mit der neuen Anziehungskraft Berlins als deutsche Hauptstadt, Regierungssitz und attraktiver Magnet für Kreative verbindet sich die Entscheidung der EIKON, 2003 ein Büro für die Zentrale der entstandenen Firmengruppe in Berlin zu eröffnen.